Modern Quilt Challenge (MQC) 2019

Intuitive Color & Design / Intuitive Farbe & Design

Für das Jahr 2019 organisierten wir für euch wieder eine „Modern Quilt Challenge“. Dies ist bereits unser 6. Wettbewerb. Wir freuen uns riesig, dass Jean Wells aus Oregon/USA zugesagt hat, eure Quilts professionell zu begutachten und zu bewerten. Jean Wells, die seit über 40 Jahren die „Stitchin‘ Post“ in Sisters, Oregon, mittlerweile zusammen mit ihrer Tochter Valori führt, ist eine international bekannte und renommierte Quiltkünstlerin. Sie ist zudem Buchautorin, Stoffdesignerin und Lehrerin.

Mit Jean Wells Erlaubnis lautete das Thema für diesen Wettbewerb: „Intuitive Color & Design“.
Zusätzlich zum Thema gaben wir euch eine Farbvorgabe: In eurem Quilt sollte Turquoise als kalte und Rot als warme Farbe verarbeitet werden,
den Mengenanteil der beiden Farben in eurem Quilt konntet ihr selbst bestimmen.
Umfassende Inspiration zum Thema bietet Jean Wells gleichnamiges Buch.
Auf Ihrer Webseite jeanwellsquilts.com bekommt man einen guten Einblick in die Art intuitiv zu arbeiten.
Auf Youtube unterhält sie außerdem einen Video Kanal: https://www.youtube.com/user/StitchinPostQuilting/videos.
Der  Wettbewerbsquilt sollte die Größe von 118″ Inch bzw. 300cm im Umfang haben,
(alle 4 Seiten addiert, +/- 1″ bzw. 2,50cm),
aus 3 Lagen bestehen (Top, Vlies, Rückseite)
und Hand- bzw. Maschinengequiltet sein.

Jean Wells begutachtete die eingereichten Quilts auf der Grundlage der
intuitiv verwendeten Farben und Komposition,

kommentierte jeden Teilnehmerquilt und
entschied sich für vier Preisgewinner.

Wir  bedanken uns ganz herzlich bei unserer Jurorin Jean Wells und
vor allem bei den Teilnehmern, die unsere Challenge überhaupt erst ermöglicht haben
und sagen „Herzlichen Glückwunsch“ den Gewinnern!

#1 – „Heilbronn am Neckar“ by Gabriele Latz

#2 – „AUTfit“ by Marita Bahr

#3 – „Caribbean Snail“ by Viola Arnold

#4 – „Frühlingserwachen“ by Anja Trott

Die Preisverleihung findet am Tag der Offenen Tür, am 17. August 2019
von 11:00 bis 17:00 Uhr in der PatchWerkstatt von Ursula Becker statt.
Alle Challenge Quilts sind im Laden ausgestellt und können dort zu den Öffnungszeiten angeschaut werden.
Jeder Gewinner Quilt erhält eine Schleife, sowie der #1 Preis ein großes Kreativ-Paket mit nützlichen Goodies.

Im Anschluß könnt ihr jeden Wettbewerbquilt im Detail betrachten,
die Entstehungsgeschichte lesen und das Statement von Jean Wells studieren.
Mit Klick auf das Quiltfoto öffnet sich ein Großformat.
(Die Reihenfolge der Quilts ist rein zufällig und dieselbe, wie wir sie an Jean Wells gesendet haben.)

Wir wünschen Euch viel Freude mit den schönen Quilts.

Eure Ursula Becker und Karin Dunkelgod


„Heilbronn on the Neckar“ Gabriele Latz

„Heilbronn am Neckar“ by Gabriele Latz

(Heilbronn on the Neckar)
In my quilt, the color „red“ stands for the well-known red wine district Heilbronn in Baden-Wuerttemberg, Germany. The Heilbronner Trollinger, a red wine predominantly grown in this region, is known far beyond the borders of the country. The original grapevine pieces stitched onto the quilt symbolize the many vineyards in and around Heilbronn. The color „turquoise“ represents the river „Neckar“ with its many smaller and larger tributaries.
Material used: self-dyed cotton satin, Dupion silk, commercial cotton fabrics, leftover fabrics as well as batiks. The filling is Polyester Batting. Stitched and quilted with Mulitcolor thread, sewing silk, embroidery floss and mercerized yarn.
Sewing and quilting technique: the top is partly cut freehand, partly ruler cut. The quilt is machine stitched; it is quilted by hand as well as free motion machine quilted.

Die Farbe Rot steht in diesem Quilt für das sehr bekannte Rotweinanbaugebiet Heilbronn in Baden-Württemberg. Der dort überwiegend angebaute Heilbronner Trollinger ist weit über die Grenzen des Landes verbreitet. Die in dem Quilt aufgenähten Original-Weinrebenabschnitte sind symbolisch für die vielen Weinberge in und um Heilbronn. Die Farbe Türkis stellt den Fluss Neckar mit seinen vielen kleinen und gröfleren Nebenflüssen dar.
Verwendetes Material: selbstgefärbten Baumwoll-Satin, Dupion-Seide, kommerzielle Baumwollstoffe und Rest Stoffe sowie Batik-Stoffe. Die Füllung ist Polyester Vlies. Als Garn nutzte ich Mulitcolor, Nähseide, Spalt- und Perlgarn.
Näh- und Quilttechnik: sowohl Freies Schneiden, als auch mit dem Lineal geschnitten. Mit der Maschine genäht. Quilting: von Hand und mit der Maschine gequiltet.

Statement from Jean Wells:
This is a very interesting design and I feel it is the strongest one in the group. I think setting the blue area slightly left of the center made it work. The low contrast within each color story added depth. I think this is the most outstanding one.


„Frau Hansons Gegensätze“ von Uta Rodemerk

„Frau Hansons Gegensätze“ by Uta Rodemerk

(Mrs. Hanson’s Contrasts)
Freely improvised with colors which are not necessarily my favorite ones.
Material used: cotton fabrics, cotton batting, polyester thread and cotton thread.
Sewing and quilting technique: cut freehand and with rulers. Machine stitched and machine quilted.

Frei improvisiert mit nicht unbedingt meinen Lieblingsfarben.
Verwendetes Material: Baumwollstoffe, Baumwoll-Vlies, Polyestergarn sowie Baumwollgarn
Näh- und Quilttechnik: Zuschnitt freihand und mit Lineal. Mit der Maschine genäht und gequiltet.

Statement from Jean Wells:
Nice value and intensity changes in each of the colors. I would like to see a stronger triangle shape quilted under that red one. The area feels empty.


„Night Works“ Ursula von Laufenberg

„Night Works“ by Ursula von Laufenberg

The first time I saw the book Intuitive Color & Design by Jean Wells I wanted to make a quilt. At that time, I didn’t have the night fabrics. Then, years later, I bought the book. I bought grunge fabrics. And then I dreamt my design for this quilt (Night Works). I like the color combinations. I don’t like my quilting; I don’t have enough exercise.
Material used: bought cotton fabric (Grunge), 80% cotton/20% polyester batting, cotton fabric for the back.
Sewing and quilting technique: I mixed freehand cutting and cutting with a ruler. It is machine stitched and machine quilted ñ in part marked, in part free motion quilted.

Als ich das Buch Intuitive Color & Design von Jean Wells zum ersten Mal sah, wollte ich einen Quilt dieser Art nähen. Zu dieser Zeit hatte ich jedoch keine Nacht-Stoffe. Jahre später habe ich mir das Buch gekauft und auch „grunge“ Stoffe. Und dann träumte ich das Design für diesen Quilt Night Works. Ich mag die Farbkombinationen. Mein Quilting gefällt mir nicht so sehr. Ich habe zu wenig Übung.
Verwendetes Material: Baumwolle (Grunge), gekauft, Füllung 80/20 Baumwolle/Poly, Rückseite Baumwolle.
Näh- und Quilttechnik: teilweise freie Schneidetechnik, teils mit Lineal geschnitten und mit der Maschine genäht. Mit Maschine gequiltet, teils vorgezeichnet, teils frei gequiltet.

Statement from Jean Wells:
It feels like you have two quilts going here. Both the left and the right images can be further developed and stand alone, nice use of detail piecing.


„Feuer und Eis“ Ulrike Kultscher

„Feuer und Eis“ by Ulrike Kultscher

(Fire and Ice)
Already the strong contrast of the two given colors inspired me. Although they are not exactly opposite each other in the color wheel, they have almost the warmest and/or the coldest tone. Thus, it became obvious to me to depict fire and ice. My quilt was supposed to look like there are cracks in the ice through which the fire can be seen. I like that the strip piecing gives the icy parts a good structure. Unfortunately, I have not been able to represent my idea of cracks in the ice.
I pieced the top with scraps, which I had asked patchwork friends for, and combined them with scraps from my stash. I used patchwork fabrics and shirt fabrics (anthracite). Most fabrics are cotton; a few decorative fabrics also contain polyester. For quilting, I used cotton and rayon quilting thread as well as sewing thread.
I worked with free-cut strips. For the curvier parts, I went with the cut to match-method. After having put together the top, I machine quilted the anthracite stripes first and afterwards the already inserted red flames. Finally, I ironed on additional and already partially assembled red parts with Vliesofix and quilted them so they would be additionally fixed.

Meine Inspiration gewann ich allein schon aus dem starken Kontrast der beiden vorgegebenen Farben, die zwar im Farbkreis nicht genau gegenüberstehen, aber doch annähernd den wärmsten bzw. den kältesten Ton haben. Naheliegend war für mich, Feuer und Eis darzustellen. Mein Quilt sollte aussehen, als ob es Risse im Eis gibt, durch die hindurch das Feuer zu sehen ist. Ich finde gelungen, dass die Eisfläche durch Streifentechnik eine gute Struktur bekommen hat. Leider ist mir nicht gelungen, meine Vorstellung von Rissen im Eis darzustellen.
Das Top habe ich aus Resten, um die ich Patchwork-Freundinnen bat, ergänzt mit eigenen Resten, Patchwork-Stoffen und Hemdenstoffen (anthrazit), genäht. Die meisten sind aus Baumwolle, wenige Dekostoffe mit Poly-Anteil. Zum Quilten verwendetet ich Quiltgarn aus Baumwolle und Rayon sowie Nähgarn.
Ich habe mit frei geschnittenen Streifen gearbeitet. Bei stärker kurvigen Teilen wurde die Teppichschneidemethode angewendet. Nachdem das Top zusammengesetzt war, habe ich die anthrazitfarbenen Streifen maschinengeführt gequiltet, dann die roten, schon eingesetzten Flammen. Zum Schluss wurden zusätzliche rote, z.T. zusammengesetzte Teile mit Vliesofix aufgebügelt und dann ebenfalls gequiltet und dadurch zusätzlich fixiert.

Statement from Jean Wells:
Great variety in the blues that look like you pieced in strips and then cut apart and reassembled. It feels a bit static, I would have like some areas where there was a bit less of the darkest value to create some variety.


„Hafenviertel“ Traute Münsterberg

„Hafenviertel“ by Traute Münsterberg

(Port District)
The inspiration came from my daughter who suggested I go for Ying and Yang. This eventually turned into what looks like a port district, methinks. I particularly like the strong colors and that it is so beautifully puffy. I have used cotton fabrics from my stash, polyester batting and polyester thread. Everything is cut freehand, machine stitched and free motion machine quilted.

Die Idee kam von meiner Tochter, die meinte Ying und Yang sei schön. Daraus ist in meinen Augen ein Hafenviertel geworden. Besonders gefallen mir die kräftigen Farben und dass es so schön plastisch geworden ist. Ich nähte mit Baumwolle aus der Restekiste und nahm eine Synthetikfüllung und Polyestergarn zum Quilten. Alles frei zugeschnitten, mit der Maschine genäht und gequiltet, alles freihand.

Statement from Jean Wells:
Nice diagonal shapes. The yellow really draws the eye around.


„AUTfit“ Marita Bahr

„AUTfit“ by Marita Bahr

(AUTfit)
I was inspired by paintings, houses, etc., which were not perpendicular as usual. That spoke to me. My preference for geometric and clear shapes and structures led to the triangles. The quilt has a strong connection to aspects of my personality. Hence the name ìAUTfitî. It suits me. It couldnít be better.
Material used: cotton fabrics, polyester sewing thread, serger thread (multicolored), also for quilting. As filling I used a polyester volume batting, an aluminum rail for stabilizing as well as a hem fleece for the tunnel edges.
Machine stitched and machine quilted. Colored strip appliquÈs, one-sided shadows stitched with a narrow zig-zag. On top of the three-layered basic quilt I stitched a second three-layered one, which I gave a quilt shadow. Ruler cut. Apart from the two outer lines near the edge, which were punctually marked, the green background fabric was straight-line quilted, without guidance help of other tools. The quilt lines were doubled to create a slightly rustic touch.

Inspiriert wurde ich durch Gemälde, Häuser usw., die nicht, wie üblich, rechtwinklig waren. Das sprach mich an. Meine Vorliebe für geometrische und klare Formen und Strukturen führte zu den Dreiecken. Der Quilt hat einen starken Bezug zu Aspekten meiner Persönlichkeit. Daher der Name AUTfit. Er passt zu mir. Besser gehts nicht.
Verwendetes Material: Baumwollstoffe, Polyester-Nähgarn, Overlockgarn (mehrfarbig), auch zum Quilten. Als Füllung nutzte ich ein Polyester-Volumenvlies, eine Alu-Schiene zum Stabilisieren sowie Saum-Vlies für die Tunnelränder.
Genäht und gequiltet mit der Nähmaschine. Farbige Streifen appliziert, einseitige Schatten mit engem Zick-Zack-Stich. Auf den dreilagigen Grund-Quilt ist ein zweiter, ebenfalls dreilagiger Quilt genäht, der mit einem Schatten unterlegt wurde. Zuschnitte mit dem Lineal. Der grüne Hintergrundstoff wurde bis auf die zwei äußeren Linien in Randnähe (diese wurden punktuell markiert) in Geradstich, ohne Führung v.a. Hilfsmittel gequiltet. Die Quilt-Linien wurden gedoppelt, um eine etwas rustikale Note zu erzeugen.

Statement from Jean Wells:
beautiful piecing and attention to detail. It might be nice to mount this on another quilt and put another color around the design. There is a portrait finish in my book that would work.


„Der rote Faden im turquoisen Ocean“ Eva Mahlo

„Der rote Faden im turquoisen Ocean“ by Eva Mahlo

(The Red Thread in the Turquoise Ocean)
I simply enjoy grabbing scraps from my stash and start sewing. For this piece I used my blue / green „treasures“.
Material used: cotton fabrics for top and back, polyester batting, polyester thread.
Sewing and quilting technique: ruler cut, machine stitched, free motion quilted.

Es macht mir ganz einfach viel Spafl in die Restekiste zu greifen und los zu nähen. Habe hier meine blau/grünen „Schätze“ benutzt.
Verwendetes Material: Baumwolle für Top und Rückseite, Polyestervlies für die Füllung, Polyestergarn.
Näh- und Quilttechnik: mit Lineal zugeschnitten, mit Maschine genäht, freihand gequiltet.

Statement from Jean Wells:
The variety of shapes in each of the blocks makes the viewer want to keep looking for surprises. The light values really help.


„Krickelkrackel“ Elke Grimme

„Krickelkrackel“ by Elke Grimme

(Scribbling and Doodling)
A newsletter by Ursula Becker drew my attention to the challenge „Intuitive Color and Design“. I happened to have fabrics in the colors turquoise and red in my stash. A video by Jean Wells on YouTube eventually inspired my design. I particularly like the free cut strips.
Material used: cotton fabrics from my stash for the top and the back; the cotton batting also was a leftover. Sewing with Polyester thread and quilted with machine embroidery thread.
Sewing and quilting technique: the colored strips are free cut, their lateral borders to the gray background have been cut with the help of a template. The quilt is machine stitched, the binding and the (machine embroidered) label are sewn by hand. As a novice quilter, I chose the so-called guided decorative stitch quilting.

Auf die Challenge „Intuitive Color and Design“ hat mich ein Newsletter von Ursula Becker aufmerksam gemacht. Stoffe in der Farbkombination Türkis und Rot hatte ich zufällig im Schrank. Inspiriert zu meinem Entwurf hat mich dann ein Video von Jean Wells auf YouTube. Besonders gefallen mir die frei geschnitten Streifen.
Verwendetes Material: Für Top und Rückseite habe ich Baumwollstoffe aus meinem Vorrat genommen, das Baumwoll-Vlies ist auch ein Rest. Genäht habe ich mit Polyester Garn, gequiltet mit Maschinenstickgarn.
Näh- und Quilttechnik. Die bunten Streifen habe ich frei zugeschnitten, ihre seitliche Begrenzung zum grauen Hintergrund mit Hilfe einer Schablone. Genäht wurde mit der Maschine, Binding und Label (maschinengestickt) mit der Hand. Als Quilt-Anfängerin habe ich das sogenannte geführte Zierstich-Quilten gewählt.

Statement from Jean Wells:
Nice strata piecing, would have loved to see another black and white stripe somewhere. Although we are know that red is usually a warm color it appears cool here mounted on the blue grey.


„Rapsblüte“ Cornelia Käppner

„Rapsblüte“ by Cornelia Käppner

(Rape Blossom)
When driving over land during the rape blossom, the world seems to be made mainly of sky and yellow flowers. The sky is quiet over the land. A few villages, wind turbines and forests. That is what I wanted to express: the feeling of yellow and sky. That’s why I chose the wide format. I didn’t want to put an emphasis on the individual pieces through my quilting. I might do this differently next time.
Material used: cotton fabrics, leftover scraps; fabrics predominantly self-dyed, partly with plants; old sheets, fabric leftovers I was given as presents, polyester batting.
Sewing and quilting technique: cut freehand, machine stitched, free motion machine quilted.

Wenn ich zur Rapsblüte durch die Landschaft fahre, scheint die Welt hauptsächlich aus Himmel und gelben Blüten zu bestehen. Über Land hat man einen ruhigen Himmel. Ein paar Dörfer, Windräder und Wald. Das wollte ich ausdrücken: das Gefühl von Gelb und Himmel. Deshalb habe ich auch das breite Format gewählt. Durch das Quilten wollte ich keines der Einzelteile herausheben. Das würde ich vielleicht nächstes Mal anders machen.
Verwendetes Material: Baumwolle, Reste, Stoffe überwiegend selbstgefärbt, z.T. mit Pflanzen, alte Laken, geschenkte Reste, Polyestervlies.
Näh- und Quilttechnik: frei zugeschnitten, Maschine, mit Maschine frei gequiltet.

Statement from Jean Wells:
Wonderful use of blue and yellow with the bit of dark. I kept moving from place to place to look around.And your piecing is wonderful.


„Sommer am See“ Carola Wisbar

„Sommer am See“ by Carola Wisbar

(Summer at the Lake)
Inspiration: Books by Jean Wells, Sherri Lynn Wood and Rayna Gillmann as well as by sewing with the Modern Quilting group in Timmdorf. Depiction: A lake in the sunlight ñ an image which came about when working with the colors turquoise and red. I like most the composition of the colorful blocks with the connecting strips. What I don’t like so much is the large proportion of white.
Material used: bought cotton fabrics and leftover scraps for the top, an 80% cotton / 20% polyester batting as well as cotton fabrics for the backside. I used polyester thread for the quilting.
Sewing and quilting technique: cut freehand; starting from the lower left block I kept working by continuously incorporating new ideas. Machine stitched and with a pattern of irregular waves free motion quilted on a longarm machine.

Inspiration: B¸cher von Jean Wells, Sherri Lynn Wood, Rayna Gillmann und das Arbeiten beim Modern-Quilting-Treffen in Timmdorf. Darstellung: Ein See im Sonnenlicht (das ist aber erst bei der Arbeit mit den Farben Türkis und Rot entstanden). Am besten gefällt mir die Zusammenstellung der bunten Blöcke mit den Verbindungsstreifen. Was mir nicht so gefällt: vielleicht doch zu viele weiße Anteile.
Verwendetes Material: gekaufte Baumwollstoffe und Reste für das Top, eine 80% Cotton, 20% Polyester-Füllung, Baumwollstoffe für die Rückseite. Als Quiltgarn verwendete ich Polyestergarn.
Näh- und Quilttechnik: frei geschnitten, ausgehend vom unteren linken Block, immer wieder durch neue Ideen weitergearbeitet. Maschinengenäht und mit der Longarm frei, in unregelmäßigen Wellen, gequiltet.

Statement from Jean Wells:
The verticle linework pulled through the piecing is very effective as well as being perfectly done. And your quilting is really appropriate for the design. I really like this piece.


„Pinball“ Bianca Gröne

„Pinball“ by Bianca Gröne

(Pinball)
I like the quilting the best. In retrospect, I think the piecing is a bit meagre. I donít know what inspired me. I had a picture in my head and just did it that way. I used a wonderful soft cotton fabric from the PatchWerkstatt, a polyester batting and polyester thread. Everything is cut freehand. The quilting around the outside is done free motion; for the straight lines I used a ruler. Everything is machine stitched and machine quilted.

Am besten gefällt mir das Quilting. Das Piecing finde ich, so im Nachhinein, etwas mager. Was mich inspiriert hat, weiß ich nicht. Ich hatte ein Bild im Kopf und habe es so gemacht. Ich verwendete einen tollen weichen Baumwollstoff aus der PatchWerkstatt, Polyester-Vlies und Polyestergarn. Es ist alles frei zugeschnitten. Das Quilting außen herum ist frei geführt, für die geraden Linien habe ich ein Lineal benutzt. Alles mit Maschine genäht und gequiltet.

Statement from Jean Wells:
Great use of the totem design for your composition. The circles add soo much with all of the intricate piecing. And from what I can see you mimiced the circles in the quilting. Congratulations for exploring details in this piece.


„Frühlingserwachen“ Anja Trott

„Frühlingserwachen“ by Anja Trott

(Spring Awakening)
I was inspired by nature’s awakening and the transition from the dark season to more light and longer days. Red means strength and courage, yellow stands for sun and joy. Green is pure nature, plants and hope; turquoise and blue stand for water and air. I used self-dyed fabrics, used-bed/table cotton, cotton thread, poly-batting, etc. Free cutting, curves, narrow lines, inspiration „stitch by stitch“, machine stitched and machine quilted.

Mich inspirierte das Aufbrechen der Natur, der übergang von der dunklen Jahreszeit zum längeren Tag. Rot bedeutet Kraft und Mut, Gelb steht für Sonne und Freude. Grün ist Natur pur, Pflanzen und Hoffnung und Türkis und Blau stehen für Wasser und Luft. Ich verwendete selbst gefärbte Stoffe, Baumwolle von gebrauchter Wäsche, Baumwollgarne, Poly-Batting, etc. Freies Schneiden, Kurven, schmale Linien, Inspiration „Stich für Stich“, maschinengenäht und -gequiltet.

Statement from Jean Wells:
This one is really hard to see on my screen and appears smaller than the rest. From what I can see you were an explorer trying a variety of techniques. It is really nice seeing you use brown with all of the primary colors.


„Diary“ Andrea Schöneich

„Diary“ by Andrea Schöneich

(Diary)
After a burnout and a very long and very dark winter, everything appeared dull and grey. A vacation with my mother and spring arriving brought color back into my life, ìstep by stepî. Day after day, when nature awoke, my energy returned.
Material used: cotton solids, poly batting, Organic Cotton as quilting thread
Sewing and Quilting technique: cutting with and without ruler, with rotary cutter and scissors; hand pieced and hand quilted.

Nach einem Burnout und einem langen, dunklen Winter, schien alles grau in grau. Ein Urlaub bei meiner Mutter und der aufbrechende Frühling brachten wieder, „Step by Step“, Farbe zurück in mein Leben. Tag für Tag erwachten die Natur und meine Lebensenergie.
Verwendetes Material: unifarbene BW-Stoffe, Polyester-Vlies, gequiltet mit Organic Cotton.
Frei zugeschnitten mit Schere und Rollschneider; komplett mit Hand genäht und gequiltet.

Statement from Jean Wells:
This composition reads like a book the way you have set the blocks together. I love the circle quilting too. I would have liked to have a touch of the dark blue on the right hand side of the quilt.


„Urban leben“ Rosemarie Gehlert

„Urban leben“ by Rosemarie Gehlert

(Urban leben)
Inspiration: Urbanity
– as well cubist honeycomb structures for offices and housing at ports and rivers; gravel gardens in housing development areas on the periphery
– as recreation in green areas and parks and pleasure at beach bars, open-air concerts and laser shows.
What I like:
the color contrast: gray/red for construction work and green/blue/turquoise for nature
the quilting lines: they emphasize the „as well“
the format: narrowness dissolves into space, 100 x 50 cm
Material used:
– cotton fabrics: purchased as well as self-dyed
– batting: Vlieseline H640
– quilting thread: polyester thread/machine quilted
Sewing and quilting technique:
– cutting: freehand and with rulers
– machine stitched
– machine quilted /walking foot; free motion quilted; in part marked with painter’s tape

Inspiration: Urbanität
Sowohl kubistische Büro- und Wohnwaben an Häfen und Flüssen und Schottervorgärten in Neubaugebieten an der Peripherie, als auch Erholung auf Grünflächen und Parks und Vergnügen in Strandbars, bei Open-Air-Konzerten und Laser Shows.
Was mir gefällt:
Farbkontrast: grau/rot für Bebauung und grün/blau/türkis für Natur
Quiltlinien: unterstreichen das „als auch“
Format: Enge löst sich in Weite auf, 100 x 50 cm
Verwendetes Material:
– BW-Stoff: gekauft/Selbst gefärbt
– Vlies: Vlieseline H640
– Quiltgarn: Polyester/Maschine
Näh- und Quilt-Technik:
– Zuschnitt: frei und mit Lineal
– genäht: Maschine
– Quilting: Maschine/Obertransport; frei/lange Strecken mit Kreppband markiert

Statement from Jean Wells:
This feels like a landscape with a city theme. I kind of feel it needs something more to feel complete but do not know what, maybe a small rectangle beside the red square. The variety in the black and white print is really nice.


„Poppies in the Sky“ Daniela O’Connell

„Poppies in the Sky“ by Daniela O’Connel

(Poppies in the Sky)
My quilt is intuitively composed and carefully improvised. I focused especially on the fact that the solids and the prints create a coherent and harmonious design. I like very much that you don’t see where the blocks start and how the quilt is put together. I have used new cotton fabrics as well as woven fabrics for the top and the backing. My batting is a 90% cotton/10% polypropylene mix. I have chosen a 50wt cotton thread for the quilting. I cut with a ruler, but without measuring, and sometimes not straight. My quilt is machine stitched and machine quilted.

Mein Quilt ist intuitiv zusammengesetzt und mit Bedacht improvisiert. Dabei habe ich besonderen Fokus daraufgelegt, dass die Uni-Stoffe mit den „Prints“ ein stimmiges und harmonisches Design ergeben. Mir gefällt besonders gut, dass man nicht sieht, wo ein Block anfängt und wie der Quilt zusammengesetzt ist. Ich verwendete Baumwolle, Webware, neu für Top und Backing. Als Vlies nahm ich 90% Baumwolle/10% Polypropylen und als Garn Baumwoll-Quiltgarn, 50 wt. Zuschnitt mit Lineal, aber ohne zu messen und manchmal schief. Mit der Nähmaschine genäht und gequiltet.

Statement from Jean Wells:
I am guessing the poppies are reaching to the bright summer sky. The red and white printed fabric is so essential in making this complete. Great fabric and color choices.


„Caribbean Snail“ by Viola Arnold

„Caribbean Snail“ by Viola Arnold

(Caribbean Snail)
One morning, in my garden, I found many snail shell houses behind some large field stones, some of them broken. I wondered where they came from. Later, I saw a thrush knocking a snail against the stones – she was after the delicious snail meat. The snail shells in my garden are not blue or green. However, looking at my quilt, I ask myself how snail shell houses look like on a Caribbean island?
I used cotton fabrics for the quilt top and backing as well as a quilt batting made of 80% cotton and 20% polyester. The pieces are mostly cut freehand. The quilt is machine stitched and free motion machine quilted.

Eines Morgens fand ich in meinem Garten hinter großen Feldsteinen viele leere Schneckenhäuser, zum Teil zerbrochen. Verwundert überlegte ich, woher sie stammten. Später konnte ich eine Drossel beobachten, wie sie eine Schnecke gegen den Stein klopfte, um an das leckere Schneckenfleisch zu gelangen. Die Schneckenhäuser in meinem Garten sind nicht blau oder grün. Aber ich denke, wenn ich meinen Quilt anschaue, vielleicht sehen Schneckenhäuser auf einer karibischen Insel so aus?
Ich verwendete Baumwollstoffe für Topp und Rückseite sowie eine 80% Cotton, 20% Polyester-Das Top ist überwiegend ohne Lineal geschnitten. Der Quilt ist mit der Maschine zusammengenäht und freihand auf der Maschine gequiltet.

Statement from Jean Wells:
and it does feel like the Carribean with the colors and the circle like wedge design. Great distribution of color, just the right amount of the yellow and very light blue.